Haben Sie schon neue Kollegen bekommen, die Sie bisher nur virtuell kennenlernen durften? Wie fühlt sich diese Zusammenarbeit an? Wie wird sich das für die neuen Kollegen anfühlen? Erinnern Sie sich: Wie sah ihr erster Arbeitstag aus? Stand vielleicht ein Blumenstrauß auf ihrem neuen Arbeitsplatz? Vielleicht waren die Kollegen auch nur hektisch, da man verbummelt hatte, dass Sie „heute schon“ anfangen. Sie wurden von Raum zu Raum geführt und durften viele Hände schütteln.

Sooo viele Namen und Details, dass Sie nach ein paar Stunden platt waren? Habe ich gut auf die Fragen geantwortet, war ich zu frech oder war etwas peinlich? So sind erste Bilder entstanden, wie Kollegen ticken und wie sich die Zusammenarbeit anfühlen wird. Allein die Tatsache, dass Sie sich bestimmt auch noch an ein paar Details erinnern können, zeigt Ihnen, wie relevant das für Ihren Start war.

Und heute?

Gibt es vielleicht ein ausgestorbenes Büro und die Kollegen nur virtuell im 15 Zoll Format? Wenn man Glück hat, zeigen die sich noch am Anfang mit der Kamera. Aber es ist nicht weniger stressig, wenn man alle Kollegen im Blick hat. Es sind fünf oder zehn neue Gesichter und das Bild ruckelt. Und wenn ich dann noch versuche, eine Reaktion auf das von mir Gesagte herauszufinden, bin ich eh überfordert und fange spätestens dann das Stottern an. Es gibt keine Stopp-Taste und keinen Zurück-Button…

Hier geht es weiter mit dem Originalbeitrag auf Netzwerk Südbaden, erschienen im Heft 9/2020:

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