Selbständiger Berater, Trainer & Business-Coach (Start 2016)

  • Begleitung von Change-Prozessen in verschiedenen Unternehmen (Schwerpunkt mittelständische Unternehmen)
  • Coaching von GF-Teams im Kontext von Strategie, Change-Management, Führung, Kommunikation & Unternehmenskultur
  • Einzel-Coachings von Unternehmern, GFs und Führungskräften
  • Konzeption & Moderation von strategischen und operativen Workshops (von 5-20 Teilnehmer)

Seminarhaus Saiger Lounge – (Gründung 2015) >Website

  • Entwicklung Konzept & Geschäftsmodell (Start 2013)
  • Planung & Sanierung eines Schwarzwald-Cafes (2013-2015)
  • Markteinführung, Vermarktung und laufender Betrieb (ab 2015)

Virtual Identity / 180 MA in Freiburg, München & Wien (ges. 16 Jahre) >Website

  • Unternehmer, Gesellschafter & Vorstand
  • Berater in unterschiedlichen Digitalprojekten (Siemens, Allianz, HVB, Lufthansa, Evonik, OSRAM, Festo, Haufe-Lexware, Sano, TUI, …)
  • Erfahrungen aus >100 Workshops in Moderation mit Führungs- und Projektteams.
  • Praktische Erfahrungen zu flexiblen und selbstorganisierten Teammodellen, flachen Hierarchien, Lernkultur und zu Meeting-Gestaltung und Kultur.
  • Durchführung von internen Trainings an den Standorten Freiburg, München und Wien zu Feedback, Kommunikation und Workshop-Moderation.

Alltoys / GF (1 Jahr)

  • Einstieg in der Start-up Phase
  • Entwicklung der Prozesslandschaft
  • Konsolidierung nach Rückzug der Venture-Capitals (New Economy Krise)

Haufe Mediengruppe (11 Jahre) >Website

  • Ausbildung zum Verlagskaufmann
  • Teamleiter, dann Gesamt-Marketingleiter (50 MA)
  • Digitalisierung Produktformen (vom Loseblattwerk > CD-ROM > Online)
  • Digitalisierung der Vermarktung (vom Direct Mail zu Digital Selling)
  • Leiter Taskforce mit neuem Geschäftsmodell

Ausbildung

  • Metallblasmusikinstrumentenbauer (1984-1987)
  • Verlagskaufmann (IHK / 1989-1992)
  • Marketingfachkaufmann (AKAD / 1995-1996) >Website
  • Dipl. General Management (SGMI) zu Change-Management (St.Gallener Management Institut – 1999-2000) >Website
  • Trainings & Coachings (Lanzdorf – Akademie für wertebasierte Unternehmensführung – 1997-heute) >Website

Vor ein paar Jahren habe ich angefangen, die ersten Mitarbeitergespräche nicht mehr in einem Besprechungsraum zu führen, sondern dafür einen Spaziergang zu nutzen. Die Route ging von der Freiburger Innenstadt in Richtung St. Otilien.

Es war ungewohnt einfach mitten am Tag aus dem Büro zu gehen. Nein, wir arbeiten – wirklich! Jaja, schon klar… dachte sich bestimmt der eine oder andere Kollege. Sobald wird das Getümmel der Innenstadt hinter uns gelassen haben, konnten wir ins Thema eingestiegen.

Interessant war für mich meine Wahrnehmung auf weitere Ebene zu erweitern:

  • Welches Tempo schlägt mein Gegenüber an?
  • Bei welchen Themen wird die Sprache vielleicht schneller?
  • Wo wird der Gang schneller oder vielleicht langsamer?
  • Wo entstehen Pausen und wie fühlen sich diese an (entspannt, beklemmend,…)?

Highlights kommen meistens an den Stellen, an denen der Gesprächspartner stehen bleibt, kurz innehält und dann seine Gedanken mit mir teilte.

DIY – Auf was sollte ich achten, wenn ich es einfach mal ausprobieren möchte?

Seit diesen Anfängen versuche ich regelmässig die Bewegung in der Natur in meine Arbeit einzubeziehen. Bei der Planung sollte man darauf achten, dass die Route nicht zu lang und zu steil ist. WARUM? Sonst steht schnell die körperliche Belastung und vielleicht ein Leistungsdruck im Vordergrund. Und: Das Tempo bestimmt der Gesprächspartner! Also aufpassen, dass man nicht in den alten „Trott“ fällt.

Die Routen nicht mit der Absicht der Dramaturgie auswählen. Wie z.B. an der Stelle mit dem freien Blick, müssen wir zu dem Thema XY vorgedrungen sein. Oder zu grosses Augenmerk auf das Wetter zu legen. Mit der richtigen Kleidung kann das auch im Regen genauso klappen. Der Schlüssel ist die Bewegung und wenn dann in der Natur dann zu den besprochenen Themen  eine Analogie oder Resonanz entsteht, dann ist das ein Geschenk – aber nicht ein Plan der aufgeht.

Es hat sich bewährt, direkt im Anschluß eine Reflektionsphase vorzusehen, in der dann das Wichtigste dokumentiert werden kann. Das kann ein Bank im Wald und im Stadtpark sein. Oder ein ruhiger Tisch in einem Café. Wobei es darum nicht um Romane geht, sondern das Wichtigste einzufangen.

Vorneweg: Es gibt nicht DEN EINEN idealen Ort für ALLE Workshops. Der Ort sollte auf die jeweilige Intention  des Workshops ausgerichtet sein. Als Moderator bin ich gut beraten, mich um die Auswahl des Ortes intensiv zu kümmern.

Vielleicht helfen die nachfolgenden Perspektiven, das Finden der geeigneten Workshop-Location zu unterstützen:

Geeignet für operative Aufgabenstellungen:
Geht es in dem Workshop um die operative Themen, dann bietet es sich wirklich an, den Workshop direkt im Unternehmen zu machen. WARUM? Die Sollbruchstelle ist ja oftmals die Transformation und Umsetzung der Workshop-Ergebnisse im Alltag. Ein „Bruch“ zwischen „Entstehungs-Ort“ und „Umsetzungs-Ort“ kann die Transformation erschweren. Die HERAUSFORDERUNG bei einem internen Workshop Ost dann, darauf zu achten, dass die Störfaktoren reduziert werden und die Disziplin passt. Klassiker sind: Workshop-Teilnehmer werden in den Pausen von anderen Kollegen angesprochen, lesen in den Pausen E-Mails oder werden in dringenden Angelegenheiten spontan abgezogen.

Hilfreich für kreative Fragestellungen:
Wenn es darum geht, aus den gewohnten Arbeits- und Denkweisen auszubrechen, kann eine externe Location sicherlich helfen. WARUM? Man kommt aus dem Arbeitsalltag und der Gewohnheit heraus. Hier können Kontraste sehr helfen! Liegt das Büro im ländlichen Raum im Grünen, dann kann ein urbanes und städtisches Umfeld inspirieren. Sitzen die Kollegen in einem funktionalen Bürogebäude in einem 4. Stock, dann kann vielleicht ein Bauernhof, ein Atelier oder etwas Naturnahes entsprechende Inspiration bieten. Das gilt auch für die Arbeitsmaterialien, z.B. mit viel Platz und Hängeflächen zu arbeiten, was oftmals in optimierten Büroflächen nicht vorhanden ist.

Voraussetzung für Team- und Persönliche Themen:
Für eine Aussprache ist der verglaste Besprechungsraum auf der eigenen Büroetage vermutlich weniger geeignet? Zusätzlich zu den normalen Störfaktoren bei Inhouse-Veranstaltungen, kommt noch der Punkt sich „unter Beobachtung“ zu fühlen. Für diese Aufgabenstellung hilft ein Ort, an dem sich die Teilnehmer möglichst ungestört bewegen können und sich unbeobachtet fühlen. Bei grösseren Tagungshotels empfiehlt es sich darauf zu achten, ob parallel eventuell 3 andere Veranstaltungen stattfinden oder man sich das Hotel mit einer Busreise-Gesellschaft teilen darf.

Der Tagungs-Ort ist allerdings noch keine Geling-Garantie:

Bei allen Überlegungen zum optimalen Workshop-Ort ist zu beachten: Mit dem Ort alleine ist es noch längst nicht erledigt! Ein Ort kann unterstützen, aber wird nicht den Erfolg des Workshops garantieren. Wichtiger ist, ob die Intention und das Ziel des Workshops klar und bekannt ist, ob das Zeitfenster und die ausgewählten Methoden zu den Aufgaben passen und die richtigen Teilnehmer dabei sind. Das sollte alles in der Vorbereitung geklärt sein. In unserem eigenen Seminarhaus können wir immer wieder beobachten, dass – vermutlich wie bei internen Meeting – die Laptops aufgeklappt und Smartphones bedient werden. Als Moderator kann ich nur empfehlen, das entweder im Vorfeld oder spätestens dann im Workshop zum Thema zu machen.