Fast 200 Jahre spielte bei der Bewertung der Arbeitsleistung die Arbeitszeit eine zentrale Rolle. Entlang eines Stundenlohnes berechnet sich der Verdienst. Auch wenn Angestellte über Gehalt sprechen, ist im Arbeitsvertrag dafür die genaue Arbeitszeit festgelegt. Es gehört zweifelsohne zu den großen Errungenschaften unseres Fortschrittes, dass wir heute nur 40 statt 50 bis 60 Stunden wie unsere Großeltern arbeiten. Nun soll es rund um „New Work“ vielleicht ein ganz neues Ding geben?

Bei dem es vielleicht keine festen Arbeitszeiten mehr gibt? Die Arbeit irgendwann und irgendwo erbracht werden kann? Und die Work-Life-Balance im Mittelpunkt stehen soll? Schließlich gilt heute immer noch die Maxime: Wer keine Zeit hat, der ist wohl im Beruf fleißig, strengt sich an und ist erfolgreich. Der Prototyp einer Gesellschaft, die sich so stark über ihre Erwerbstätigkeit definiert. Daraus lässt sich erahnen, dass es noch etwas Weg zurückzulegen gibt. Welche Grundannahmen sollten wir dazu in unserer Arbeitswelt auf den Prüfstand stellen?

In dem Artikel beziehe ich mich auf 4 Irrtümer, die es im Zuge von New Work zu überprüfen gilt:

Irrtum 1: Präsenz = Produktivität
Irrtum 2: Gut Ding braucht Weile
Irrtum 3: Teilzeitkräfte = halbe Kräfte
Irrtum 4: viel Zeit = viel Glück

Und interessanterweise kann man zu dem einen oder anderen Irrtum zu Corona-Krisen-Zeiten schon praktische Erfahrungen sammeln.

Hier geht es weiter mit dem Originalbeitrag auf Netzwerk Südbaden, erschienen im Heft 4/2020:

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